Instrumente

Die Musik spricht für sich allein, vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance. (Yehudi Menuhin)

Das Berolina Ensemble ist bekannt für seine innovativen Konzertprogramme. Neben Mozart, Beethoven und Schubert gibt es vergessenen Werken eine Chance. Doch von wem stammen diese Werke?

Es sind keine Unbekannten: Gerade erschien die erste CD des jungen Ensembles mit den Klarinettenquartetten von Iwan Müller, dem Erfinder des heutigen Klarinettensystems bei NAXOS. Mendelssohns Schüler Richard Wüerst wartet auf eine Renaissance. Das kammermusikalische Schaffen von Heinrich Hofmann, der im deutschsprachigen Raum mit seiner Frithjof-Symphonie der meistgespielteste Komponist der Kaiserzeit war, wird von den Berliner Musikern bei GENUIN eingespielt. Die kompletten Kammermusiken von Ignaz Brüll, dem lebenslangen Freund Brahms', oder der "Berliner Pflanze" Waldemar von Baussnern, mit seiner individuellen Tonsprache, warten auf Wiederaufführungen.

Der Musikhistoriker Dr. Michael Wittmann steht dem Ensemble bei der Auswahl der Werke zur Seite.

Er hat die Neugierde geweckt, in den Archiven der Bibliotheken zu stöbern. Verblüffend, wie die Vielzahl der Komponierenden miteinander - auch mit den Berühmtheiten - verzweigt ist. Schockierend, was im Dritten Reich verloren gegangen ist. Bisweilen lustig, wer allein in Berlin wem wie "die Klinke in die Hand" gab. Spannend, ein über 100 Jahre verschollen geglaubtes Manuskript aufzuschlagen.

Mit dieser Arbeit bereichert das Ensemble nicht nur sein Wissen, es ebnet den Weg, wundervolle Musik für sich sprechen zu lassen.